Spitz-findig-keit

Spitz oder Spitze sind in aller Regel pointierte Aussagen zum Zeitgeschehen. Dies kann, muss aber nicht die Politik betreffen. Es kann auf die Gegenwart oder auch auf die Vergangenheit gemünzt sein. Spitz ist eine Aussage dann, wenn sie sticht, der betreffenden Person oder Personengruppe wehtut, spitze, wenn sie ausgezeichnet formuliert ist und im Idealfall zudem die Wahrheit abbildet. Fi/ündig, wenn der beschriebene Umstand nicht ganz offensichtlich, also erst zu ergründen ist. Und -keit lässt auf unterschiedliche menschliche Eigenheiten/-schaften schließen, wie beispielsweise Eitelkeit, Heiterkeit, Überheblichkeit oder, oder. Alles zusammengenommen eine echte Spitzfindigkeit. In unserer neuen Kolumne ‚Spitz-findig-keit‘ werden wir in lockerer Folge jeweils zwei oder drei Aussagen zitieren, dabei auch klassische Denkerinnen und Denker nicht verschonen.

Um Denkanstösse zu geben, die Freude am Formulieren zu wecken – nichtzuletzt auch um dem Humor in unserer doch etwas trostloseren Zeit wieder mehr Geltung zu verschaffen. Erhöht das Wohlbefinden. Packen wir es an! Ich sage nicht, wir schaffen das. Aber wir probieren es auf jeden Fall!

Spitz-findig-keit als neue Preppo-Kolumne

Vorbemerkung

Es gibt nach Immanuel Kant auch eine falsche Spitzfindigkeit, die wir uns hier allerdings nicht zu eigen machen wollen. Wer dem dennoch nachgehen möchte – Die falsche Spitzfindigkeit der vier syllogistischen Figuren – kann dies hier gerne tun.

1. Spitz-findig-keit

(1) „So wie ein gut angewendeter Tag frohen Schlaf bringt, so bringt ein gut verbrachtes Leben heiteren Tod.“ (2) „Wenn auch der menschliche Geist durch vielfache Erfindungen mit verschiedenen Instrumenten auf dasselbe Ziel zugeht, nie wird er eine Erfindung machen, die schöner, leichter und kürzer wäre als die Natur.“ (3) „Das ist ein armseliger Schüler, der seinen Lehrer nicht übertrifft.“ (4) „Wer wenig denkt, irrt viel.“

Vier Aphorismen (aus Wikipedia) von Leonardo da Vinci – geboren 1452, gestorben 1519 (vor rund 500 Jahren). 

2. Spitz-findig-keit

„Die zersplitterte Gesellschaft: Warum wir uns wie Stammeskrieger gebärden“ von Rene Scheu in der NZZ vom 8.2.2020 unter Bezug auf Douglas Murray:

„Die Dogmatik der neuen Menschenkategorisierung fusst nach Murray auf marxistischen Denkmustern, und da liegt er goldrichtig. Erstens: Es gibt die Kategorie der Ausbeuter, und es gibt die unterdrückten Kollektive, genannt Minderheiten. Zweitens: Die neue Metaphysik zielt nicht darauf, den Menschen adäquat zu beschreiben, sondern will eine neue Beschreibung des Menschen wahr machen. Drittens: Der Mensch ist eine manipulierbare Masse – ändere die Art und Weise, wie er über sich selbst und die anderen denkt, so bringst du einen neuen Menschen und irgendwann eine neue gesellschaftliche Ordnung hervor.

Die 90 oder gar 99 Prozent der Gesellschaft, die dies für Schwachsinn halten, arrangieren sich zumeist, weil sie ihren Frieden wollen. Um nicht verrückt zu werden, vollführen sie an sich eine Subjektspaltung: Sie leben fortan in zwei Selbstsphären, einem ehrlichen und einem unehrlichen, einem privaten und einem offiziellen Ich. Sie versuchen sich an den moralischen Neusprech zu gewöhnen. Sie reden sich ein, dies alles sei nicht so schlimm, es gehe ihnen ja gut, und das seien nun mal die neuen Zeiten. Doch die Ich-Spaltung demoralisiert sie auf Dauer.

Irgendwann werden sie aufstehen und sagen, was sie wirklich denken: Das Patriarchat ist ein Pappkamerad. Der Neomarxismus ist Bullshit. Es gibt keine moralische Hierarchie. Die neue Metaphysik ist rassistisch. Der Kaiser ist nackt.“

3. Spitz-findig-keit

„Früher zählte das Erreichte, heute reicht das Erzählte.“ Ende 2018 aufgeschnappt irgendwo in den Weiten des Internets.

Widmung

Den heutigen 60. Beitrag im Preppo-Blog widme ich meinem lieben Freund Reinhard B. und gratuliere ihm ganz herzlich zu seinem 100. Geburtstag – oder war es umgekehrt?

Und hier geht es weiter mit Marc Friedrich.

#PreppoKompakt

Für heute geschafft – das sind sie, die ersten drei Spitzfindigkeiten von Preppo!

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